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Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehem. Deutschen Demokratischen Republik

Amt Eldenburg Lübz, den 05.09.2017

Zwangsaussiedlungen an der innerdeutschen Grenze


Vortrag aus der Reihe „Samstag im Archiv“

Im Juni 1952 sowie im Oktober 1961 fand eines der dunkelsten Kapitel in der DDR-Geschichte seinen traurigen Höhepunkt. Tausende Familien, die als politisch unzuverlässig galten, mussten in nur wenigen Stunden Haus und Hof verlassen.

 

Sie wurden ins Landesinnere zwangsumgesiedelt. Wo sie künftig leben würden, wussten sie zuvor meist nicht. Umsiedlungen erfolgten trotz des in der damals gültigen Verfassung garantierten Rechts auf freie Wahl des Wohnsitzes. Die DDR-Geheimpolizei bereitete die „Aktion Ungeziefer“ und „Aktion Kornblume“ minutiös vor – von der Auswahl der Auszusiedelnden bis zur Einschüchterung der Zurückgebliebenen, deren Traumata oftmals über Jahrzehnte anhielten.

 

In einem Vortrag schildert Monika Aschenbach, Mitarbeiterin des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), was in den Stasi-Unterlagen zu den Ereignissen an der innerdeutschen Grenze dokumentiert ist. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Corinna Kalkreuth, Leiterin der Außenstelle Schwerin des BStU, führt durch den Nachmittag.

 

Die Reihe „Samstag im Archiv“ stellt die Vielzahl der Themen des Stasi-Unterlagen-Archivs vor. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

 

Termin: Samstag, 23. September 2017, 14:30 Uhr
„Samstag im Archiv“ – mit einem Vortrag, Archivführung, Antragstellung, Beratung

Ort: BStU-Außenstelle Schwerin, 19067 Leezen OT Görslow

Tel.: 0385 59586414

Der Eintritt ist frei.