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Sagen & Geschichten

Die Sage vom Riesen Ramm
Im Wald Ramm bei Marnitz hauste ein Riese. Der wollte eines Tages die umliegenden Dörfer mit großen Steinen entzwei schmeißen. Die Einwohner flehten ihn an, das nicht zu tun, sie versprachen, dass sie ihm auch jährlich etwas schenken würden. Die Ziegendorfer wollten eine Ziege geben, die Wulfsahler einen Wolf, die Drehfahler drei Fohlen, die Drenkower einen Eimer Kirschen, die Jarchower einen Sack Korn und die Griebower einen Korb Pilze.

Die Marnitzer jedoch sollten eine Jungfrau schenken. Sie fanden aber keine. Zuletzt beschwatzten sie in Herzfeld ein Mädchen und lieferten sie ihm ab. Ramm wollte ihr nun seine Kraft beweisen und ehe sich das Mädchen versah, warf er einen großen Stein steil in die Luft. Der Fels fiel aber wieder zurück auf die Erde und begrub den Riesen und das Mädchen unter sich. Die Tränen des Mädchens kommen heute noch unter dem Stein in der Ramm hervor und rinnen in einem Bach nach Poltnitz.

Der Räuber in der Mooster
Das untergegangene Dorf Damoster lag zwischen Marnitz und Treptowsee. Der dorthin führende unscheinbare Feldweg war früher eine vielbefahrene Querverbindung von Grabow in Richtung Malow oder Wittstock. Die überlieferte Anwesenheit eines Räubers wird somit erklärt. Der Ortsname Damoster stammt aus dem Slawischen und bedeutet „Ort an einer Eichenbrücke“. Der Landschaftsname „Mooster“ leitet sich vom Ort und dem daran vorbeifließenden Bach Mooster ab und nicht umgekehrt.

In Parchim hauste ein schlimmer Räuber. Als ihm die Parchimer auf den Hacken waren und er sich nicht mehr halten konnte, flüchtete er in die Mooster, einem sumpfigen Gebiet in der Nähe von Marnitz und versteckte sich in dem dortigen fast undurchdringlichen Wald. In der Mooster lag ein kleines Dorf, welches sich nach der Gegend Damoster nannte. Von den Damoster Bauern forderte er für seinen Lebensunterhalt Essen und andere notwendige Dinge. Das wurde den Bauern aber bald über, und eines Tages schlugen sie ihm seine Forderungen glattweg ab. Da steckte er voller Wut ihr Dorf in Brand. Das ganze Dorf brannte ab und nichts blieb übrig.

Der wundersame Treptow
Ohne sichtbaren Zufluss verfügt er über einen Abfluss. Wo soll das überschüssige Wasser herkommen? Besitzt er eine unterirdische Quelle? Merkwürdig ist auch der Umstand, dass dieser See sich in einer absolut sandigen Gegend halten kann, ohne zu versiegen. Die Klarheit des Bodens bewirkt wohl, dass an seinen Ufern nie eine menschliche Siedlung bestand.

Der Abfluss mündet in den Moosterbach. An diesem lag bei Siggelkow eine Wassermühle. Der See hat allerdings eine geringe Tiefe. Sie beträgt im besten Falle mehrere Meter. Hier ist zu verfolgen, wie eine Eigentümlichkeit Anlass zu Weiterem aber Erfundenem gibt, was allem den Anstrich des Sagenhaften verleiht. Der Treptow zwischen Marnitz und Groß Pankow ist schon ein wundersamer See.

Ringsum ist solch ein Sandboden, dass man denken könnte, der See müsse bald versickert sein. Er hat nicht einen einzigen Zufluss und doch fließt so viel Wasser ab, dass davon mehrere Mühlen gehen können. Die Alten sagen, dass der See keinen Grund hat. Das wollten mal welche ausprobieren. Sie nahmen sich ein Boot und fuhren hinaus zum Ausmessen der Tiefe. Sie haben sie tatsächlich nicht ergründen können