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Gehlsbach

Bild vergrößern: Kirche Vietlübbe Maik Senkbeil
Kirche Vietlübbe

Die Gemeinde Gehlsbach hat 559 Einwohner (Stand 31.12.2023) und enstand aus den ehemaligen Gemeinden Karbow-Vietlübbe und Wahlstorf.

ehemaligen Gemeinden Karbow-Vietlübbe

Die Einwohner der Gemeinde Karbow-Vietlübbe können auf eine bewegte Geschichte zurück blicken. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1274, wo Fürst Nicolaus von Werle dem Kloster Stepenitz gegen 100 DM Silbers das Eigentum der Dörfer überließ. 

Charbov ist ein alter slawischer Name und bedeutet so viel wie "Buschwerk auf feuchtem Gelände". Eine besondere Bedeutung hat der Sandkrug, früher auch Dammkrug genannt.

Er lag an einer wichtigen Handelsstraße, die von der Mark Brandenburg bis nach Wismar an der Ostsee führte. Haupterwerbszweig in der wechselvollen Geschichte der Gemeinde, die u.a. von Raubritterfehden, Kriegen und Feuersbrünsten geprägt war, stellte immer die Landwirtschaft dar.

So bestimmen auch heute neben einigen Handwerksbetrieben große Unternehmen der Marktfrucht- und Tierproduktion das Bild. Weitere moderne Technik hat mit dem Bau der Biogasanlage Einzug gehalten. Hier werden landwirtschaftliche Abfallprodukte auf umweltfreundliche Weise "verstromt".

Kulturelle und sportliche Aktivitäten entwickeln Vereine. Zur Gemeinde gehört auch der Ortsteil Hof Karbow.

ehemaligen Gemeinden Wahlstorf

Natur pur! Eingebettet in eine herrliche Heidelandschaft, die sich bis an die brandenburgische Grenze erstreckt und von vielen Wander- und Reitwegen durchzogen ist, bietet die Gemeinde Erholung und Besinnlichkeit. Für Naturfreunde ist ein Abstecher in das Naturschutzgebiet "Marienfließ" mit seinen großflächigen Sand- und Trockenrasen und einer ausgedehnten Calluna-Heide oder ein Besuch im Quaßliner Moor ein unvergessliches Erlebnis.

Die Ottoquelle speist den Gehlsbach, ein geschütztes Forellengewässer mit naturbelassenem Verlauf. Nicht nur kristallklares Quellwasser bieten der Gasthof "Zur Ottoquelle" und der Reiterhof "Camp Greenhorn". Das Gemeindegebiet verdankt sein Gepräge den Gletschern der Weichseleiszeit von vor etwa 20000 Jahren. Als die Eismassen abtauten, gaben sie Findlinge, Steine, Geschiebemergel, Ton und Sand frei.

Der leichtere und feinere Sand wurde durch die Wassermassen (Gletschermilch) weiter weggetragen und die Region damit zum wenig fruchtbaren Sandergebiet. Eine solche Landschaft, die durch den Wechsel verschiedener Bodenarten - Sand, Kies, Lehm - sowie durch Wasserläufe und Wasserflächen gekennzeichnet war, muss schon für den Steinzeitmenschen ein idealer Siedlungsraum gewesen sein.

Wasserläufe und Seen boten den als Fischer, Jäger und Sammler Lebenden, neben ausreichender Nahrung auch Fluchtmöglichkeiten. Noch heute, ca. 12000 Jahre nach der Erstbesiedlung, ringen die Einwohner der Gemeinde, zu denen auch die Ortsteile Quaßlin, Quaßliner Mühle und Darß gehören, um ihre Selbständigkeit.

Im Gasthof "Zur Ottoquelle" finden viele kulturelle Veranstaltungen statt. Höhepunkt war zweifellos der historische Festumzug zum 700-jährigen Jubiläum Quaßlins, an dem sich die gesamte Gemeinde beteiligte.